Die Warte

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Rückblende

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In schwerer Zeit einen Wartturm bauen …“

Eine kurze Geschichte der Heimatzeitschrift „Die Warte“

Von Wilhelm Grabe

 

Im Schatten des Doms: Die Anfänge (1933-1942)

Die Anfänge der Warte fallen in ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte, in die Zeit der nationalsozialistischen Terrorherrschaft. Die Initiative zur Gründung der Zeitschrift erfolgte im Spätherbst 1932, als sich der Paderborner Verleger und Druckereibesitzer August Thiele mit dem Geistlichen Dr. Johannes Hatzfeld – in den 1930er Jahren Schriftleiter der Bistumszeitung „Leo“ – und dem damals 29jährigen Journalisten Dr. Rudolf Kiepke im Stammhaus des Verlags in Paderborn zusammensetzte. Schnell war man sich einig. August Thiele übernahm Druck und Verlag der neuen Zeitschrift. Als Herausgeber und Schriftleiter sollte Rudolf Kiepke fungieren. Die „Türmerstube“ im Verlagshaus Thiele am Markt 21, wo sich auch Geschäftsführung und Anzeigenannahme befanden, wurde zum geistigen Mittelpunkt der Zeitschrift.i

Das „Geburtshaus“ der Warte in Paderborn (Foto: Kreisarchiv Paderborn)

 

Verleger Thiele und Herausgeber Kiepke gelang es binnen kurzem, einen illustren Kreis an Mitarbeitern zu gewinnen. Zu den namentlich im Kopf der Zeitschrift genannten Mitherausgebern gehörten neben Hatzfeld der Kunsthistoriker und Direktor des Erzbischöflichen Diözesanmuseums in Paderborn Prof. Dr. Aloys Fuchs, der Erzbistumsarchivar Christoph Völker, seit 1932 auch verantwortlich zeichnend für den Heimatborn, die heimatgeschichtliche Beilage des Westfälischen Volksblattes, und Dechant Dr. Hermann Joseph Wurm aus Neuhaus, bereits seit 1924 Direktor des Vereins für Geschichte und Altertumskunde, Abt. Paderborn. Auch der Schriftführer des Altertumsvereins, der frühere Postinspektor August Gembris, zählte zu den Mitarbeitern der ersten Stunde. Paul Michels war in offizieller Funktion seit 1919 als Stadtbaurat in Paderborn tätig, darüber hinaus ehrenamtlich im Verkehrs-, Heimat- sowie Altertumsverein aktiv. Aus Warburg war der pensionierte Gymnasiallehrer Heinrich Schauerte zur Warte gestoßen. Deutlich war – erkennbar nicht nur in der Personalie Hatzfeld – die Nähe zur katholischen Kirche. Deutlich war aber auch die enge Verflechtung mit den Netzwerken der lokalen und regionalen Geschichtskultur.

Die erste Ausgabe der Warte vom Januar 1933 (Foto: Die Warte)

 

Mit Datum vom Januar 1933, also nur wenige Wochen nach der „konstituierenden Sitzung“ im Hause Thiele, erschien die erste Ausgabe der „Heimatzeitschrift für das Paderborner Land“, wie die Warte im Untertitel hieß. Zunächst mit 16, später mit 18 Seiten Umfang erschien das Blatt monatlich im DIN A 4-Format auf hochwertigem Glanzpapier. Für die damalige Zeit gewiss noch ungewöhnlich war die Qualität der zahlreichen fotografischen Abbildungen. Die Gestaltung des Umschlags hatte der Paderborner Maler und Grafiker Heinrich Niedieck übernommen. Das Einzelheft kostete 35 Pfennige, das Vierteljahresabonnement 90 Pfennige zuzüglich Vertriebskosten. Über die Höhe der Auflage ist nur wenig bekannt. Offensichtlich erreichte sie mit 3440 gedruckten Exemplaren Anfang 1937 ihren Höchststand. Der Kriegsausbruch im September 1939 bedeutete offenbar einen erheblichen Einschnitt durch die Abbestellung vieler Abonnements.

Der durchaus ungewöhnliche Name der Zeitschrift wurde in bewusster Anlehnung an die mittelalterlichen Wehrtürme gewählt. „Immer tiefer“, so Kiepke, „sanken die Werte bodenständiger Art, immer fremder wurde den Menschen das Gemeinschaftsbewußtsein der eigenen Heimat … Besorgnis erfüllte alle, die diese Entwicklung auch im Paderborner Lande um sich greifen sahen. Aus der Sorge heraus wuchs der mutige Entschluß, in wirtschaftlich schwerer Zeit einen Wartturm zu bauen, eine Warte geistiger Art, von der herab es unablässig durchs Land schallt: ‚Vergeudet nicht das Vätererbe, bleibt heimatverbundene Menschen, so werdet ihr klar und stark sein.’ Deshalb hieß der neu errichtete Wartturm unserer engeren Heimat ‚Die Warte’.“ii Schriftleiter und Herausgeber Rudolf Kiepke erweist sich mit derartigen Äußerungen als ein typischer Vertreter einer Zeitströmung, die auf die Friktionen und Umbrüche der Moderne mit einer Abwehrhaltung gegenüber dem Vordringen der vermeintlich „verderbten Zivilisation“ reagierte. Dieser Kulturpessimismus reichte bis weit in die „Mitte“ der Gesellschaft in die Bildungs- und Kulturelite. Nach dem Trauma des verlorenen Ersten Weltkrieges setzte man auf die identitätsstiftenden Kräfte von Raum und Geschichte, Volk und Heimat, beschwor eine kulturelle Wiedergeburt mit Bezügen zur germanischen Vorgeschichte und zum deutschen Mittelalter. Aufgrund begrifflicher Schnittmengen gab es Berührungspunkte zur völkisch-nationalsozialistischen Weltanschauung, die nach 1933 die Anpassung bürgerlicher Kreise an die NS-Ideologie erleichterten, die es aber heute so immens schwierig machen, beide Seiten auseinanderzuhalten.

Kiepke sah das Heimat- und Gemeinschaftsbewusstsein, das Gemeinschafts- und kulturelle Volksleben gefährdet. „Heute sehen wir dieses Volksleben zersetzt, das Heimatgefühl schwinden. Schon hat die fortschreitende Entwurzelung vielen die Heimat zur Fremde gemacht. Sollen wir tatenlos einer solchen Entwickelung ihren Lauf lassen? Das Erscheinen dieser Blätter“, gemeint war die Warte, „zeigt, daß wir es nicht wollen. Wir stemmen uns gegen eine Entwickelung, die den Menschen des Paderborner Landes zum Fremdling in seiner eigenen Heimat macht. Geistige Siedlung wollen wir treiben, heranführen den Menschen an alle Kräfte, die in der Heimat ruhen. Er soll seine Heimat wieder sehen lernen.“iii Und im September 1933 legte Kiepke mit einem Beitrag „Grundsätzliches“ über die Warte nach: „Nicht nur Stoff wollen wir zusammentragen, sondern es ist unsere höchste Aufgabe, die Werte der Heimat in uns lebendig zu machen bezw. zu erhalten, das heimatliche Empfinden zu nähren und zu hüten, die Volksseele, die liberalistisch-zivilisatorische Tünche überklebte, frei zu machen von Einflüssen einer artfremden Kultur, – ihre Gesundung aus Keimzellen herzuleiten, die in der eigenen Scholle ruhen.“iv Die Benutzung der gleichen Vokabeln verleitete Verleger und Herausgeber der Warte von einer inhaltlichen Übereinstimmung mit den Zielen des NS-Regimes auszugehen. Man wähnte sich „im Gleichschritt mit der starken Bewegung unserer Zeit“,v betrachtete sich sogar, wie Kiepke es formulierte, als Avantgarde dieser Bewegung: „Dann kam im ganzen Vaterlande politisch zum Durchbruch, was die ‚Warte’ für das Gebiet ihrer Heimat für sich vorweg genommen hatte, der Ruf nach dem bodenverwurzelten Volkstum. So trägt sie in sich das frohe Bewußtsein, stets mitgeholfen zu haben am völkischen Lebensaufbau der Nation. Wie ihr Bruder draußen, der steinerne Wartturm, so steht sie stark in ihrer Aufgabe.“vi

Inhaltlich suchte man die Themenfelder „Volkstum, Geschichte, Natur, Kunst und Verkehr im südöstlichen Westfalen“, wie es der Innentitel der Zeitschrift versprach, abzudecken, wobei die Heimat- bzw. Regionalhistorie deutlich dominierte. Vor- und frühgeschichtliche Beiträge – auch hier folgte man dem Zeitgeist – bildeten einen besonderen Schwerpunkt. „Vertellekens aus alter Zeit“ fehlten ebensowenig. Literarische und mundartliche Beiträge fanden sich zumeist in der Beilage „Dä Schwoager kümmet“, die der Warte ab Juli 1935 beigefügt wurde. Das monatliche Erscheinen erlaubte zudem eine aktuelle „Chronik“. Auch wurden die Leser mit Informationen über neu erschienene Bücher und Berichten aus der Heimatpflege versorgt. Neben den bereits erwähnten, im Kopf der Zeitschrift genannten Mitarbeitern gelang es der Redaktion eine ganze Reihe weiterer Autoren wie etwa Heinrich Rüthing, Bernhard Reller, Wilhelm Tack, Josef Tönsmeyer, Bernhard Ortmann, Theodor Uhlenhuth, Wilhelm Segin, Ludwig Maasjost, Anton Voß, Georg Hillker oder Wilhelm Oeke zu gewinnen, Autoren mithin, die das Bild der Orts- und Regionalgeschichte lange Zeit geprägt hatten oder prägen sollten und die die gesamte Bandbreite vom schreibenden Amateur bis zum forschenden Fachmann, vom Heimatforscher bis zum Wissenschaftler abdeckten.

Dezidiert nationalsozialistisches Gedankengut findet man in den ersten Jahrgängen kaum, was sich allerdings ab Mitte der 1930er Jahre zu ändern begann. Dass im Januar 1936 der Hinweis auf die – der katholischen Kirche verbundenen – Mitherausgeber verschwand, mag diese Akzentverschiebung verdeutlichen. Statt dessen wurde die Warte jetzt in Verbindung mit dem Westfälischen Heimatbund, Heimatgebiet Paderborner Land, herausgegeben; Heimatgebietsleiter war mit dem Bürener Landrat Ferdinand Eickel ein überzeugter Nationalsozialist. Augenfällig waren auch die zahlreichen Aufsätze von Wilhelm Jordan, einem „wissenschaftlichen Mitarbeiter“ der „SS-Schule Haus Wewelsburg“ mit Spezialgebiet Ur- und Frühgeschichte, ab 1937. Jordan war es überdies, der kurz nach dem November-Pogrom 1938 den einzigen ausgesprochen antisemitischen Beitrag lieferte.vii Immer häufiger fanden die Leser jetzt propagandistisch gefärbte Artikel. So wurde – „im Dienste der Ernährungsfreiheit“ – die Autarkiepolitik verherrlicht. Die Ideale der NS-Familienpolitik konnte man in Beiträgen „zum Ehrenkreuz der Mutter“ oder zur „völkischen Sippenkunde“ nachlesen. Die zunehmende Militarisierung der Gesellschaft spiegelte sich in idealisierenden Erzählungen über Kriegserlebnisse. Selbst vor der Umschlaggestaltung machte die schleichende Ideologisierung nicht halt, so sollten die Titelzeichnungen für den Jahrgang 1937 „uns die Geschichte des Wehrgedankens in unserer Heimat nahebringen.“viii Eine „Paderbornerin“ berichtete sogar „aus der baskischen Hauptstadt nach der Befreiung durch die Truppen Francos“ vom Spanischen Bürgerkrieg. Darüber hinaus fanden sich „Reportagen“ etwa über die „Reichsfahrt“ der „alten Garde“ durch Paderborn 1939 oder über ein Treffen westfälischer BDM-Führerinnen in der Paderstadt 1941. Zum 50. Geburtstag Hitlers im April 1939 erschien gar eine ganzseitige Zeichnung des „Führers und Reichskanzlers“ aus der Feder des Paderborner Künstlers Josef Hunstiger. Die Mehrzahl der Beiträge blieb freilich „unpolitisch“ und ist auch heute noch lesbar.

Schleichende Ideologisierung: Der Jahrgang 1939 war mit Runenbildern als „Sinnbilder völkischen Gedankenguts“ geschmückt (Foto: Die Warte)

 

Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges und die damit verbundene Bewirtschaftung von Rohstoffen und Bedarfsgütern hatte für die Warte, deren Umfang ab Oktober 1939 auf acht Seiten nebst zwei Seiten Beilage reduziert wurde, sichtbare Folgen. Schriftleiter Kiepke reagierte mit markigen Worten auf den Beginn des Krieges: „Die Warte … will auch in diesen Tagen ihre verpflichtende Aufgabe nicht vergessen. Sie will die Verbindung aufrecht erhalten zwischen uns und den deutschen Brüdern in der Welt.“ix Ab Juni 1941 konnte die Warte nur noch vierteljährlich erscheinen. Kiepke war bereits Anfang des Jahres zur Wehrmacht eingezogen worden. Seine Funktion als Schriftleiter übernahm zunächst der pensionierte Seminarlehrer Wilhelm Oeke aus Neuenheerse, im Jahr darauf Paul Pagendarm. Mit der Oktober-Ausgabe 1942 stellte die Warte ihr Erscheinen ein: „Die Kriegswirtschaft erfordert stärkste Konzentration aller Kräfte. Diese Zusammenfassung macht es notwendig, daß unsere Zeitschrift mit dem heutigen Tage bis auf weiteres ihr Erscheinen einstellt, um Menschen und Material für andere kriegswichtige Zwecke freizumachen.“x Die sich längst abzeichnende Niederlage zog auch für die Warte eine schmerzhaften Zäsur nach sich. Das „Geburtshaus“ der Zeitschrift, die Buchdruckerei Thiele, überstand zwar – wenn auch stark beschädigt – den Luftangriff vom 17. Januar 1945, wurde dann aber wenige Tage vor dem Einmarsch der Amerikaner in Paderborn am 27. März einschließlich des Redaktions- und Bildarchivs der Warte durch einen Bombentreffer vollständig zerstört.


Die Kräfte der Heimat: Der Wiederaufbau (1950-1972)

Vorläufiges Ende: Der Verlag Th. Thiele nach dem Luftangriff vom 17. Januar 1945 (Foto: Stadtarchiv Paderborn)

 

Mit dem Untergang des „alten“ Paderborn im Bombenhagel des Frühjahrs 1945 waren auch Druckerei und Verlagsgebäude der „alten“ Warte verschwunden. Das Gespann Rudolf Kiepke und August Thiele dachte jedoch auch in den Wirren der Nachkriegszeit keineswegs ans Aufgeben. Es sollten allerdings fast fünf Jahre vergehen, bis im Frühjahr 1950 wieder ein Heft der Warte erscheinen konnte. Die „Heimatzeitschrift für das Paderborner Land“ bezog sich äußerlich bewusst auf die „alte“ Warte und setzte auch deren Jahrgangszählung fort. Auch inhaltlich machte man dort weiter, wo man in den 1930er Jahren aufgehört hatte, nun allerdings mit der Erfahrung des Weltkriegs im Rücken. So begründete Kiepke das „Wiedererscheinen der Warte“ mit den Folgen des Krieges: „Damals sahen die Menschen das äußere Bild ihrer Heimat zerstört und vernichtet, standen verlassen ohne Heim und Habe und erlebten die grausige Wirklichkeit, keine Heimat mehr zu haben. Es gibt aber auch eine geistige Heimat, die man genau so verlieren kann, wie wir Haus und Hof verloren haben. Vielleicht ist es noch schlimmer, diese Heimat, die den ganzen Heimatsinn in sich schließt, verloren zu haben und ein Entwurzelter zu sein. Die Leser der Warte wissen, daß diese Zeitschrift durch zehn Jahrgänge hindurch ernst gemacht hat mit ihrem Versprechen: ‚Geistige Siedlung wollen wir treiben, den Menschen heranführen an alle Kräfte, die in der Heimat ruhen.‘ Sie wissen, daß die Warte dem heimatentfremdeten ‚modernen‘ Menschen immer wieder die Stätten seiner Kindheit nahe brachte, wo er spielte und glücklich war, wo er des Lebens harte Hand erstmalig spürte, wo man um ihn besorgt war, wo gute Menschen ihm starben. Wie grau und lichtlos muß das Dasein eines Menschen sein, der diese geistige Heimat nicht mehr kennt. ... Denn Heimat ist keine romantische Schwärmerei, kein abseitiges Eigenbrödlertum, keine Flucht vor der Wirklichkeit, sie ist eine Quelle des Mutes und der Verantwortung. Die Sehnsucht nach einer Heimat ist ein tiefes menschliches Verlangen. Man bedarf ihrer.“xi

Kontinuität: Der von Heinrich Niedieck gestaltete „Warte-Titel vom Mai 1953 (Foto: Die Warte)

 

Das Impressum nennt Kiepke als Herausgeber und Schriftleiter, Thiele zeichnete als Verleger auch für den Anzeigenteil verantwortlich. Als „Zeitschrift für Volkstum, Geschichte, Natur, Kunst und Verkehr im südöstlichen Westfalen“, so der Untertitel, wurde das Blatt in Verbindung mit dem Westfälischen Heimatbund - Heimatgebiet Paderborner und Corveyer Land sowie dem Eggegebirgsverein herausgegeben. Da die Thielesche Druckerei nicht mehr existierte, übernahm die Bonifatius-Druckerei die technische Herstellung. Die Warte sollte zunächst vierteljährlich zum Preis von 70 Pfennigen erscheinen. Der Neuanfang verlief indes schwieriger als gedacht. Nach nur zwei Ausgaben war im Sommer 1950 zunächst einmal wieder Schluss.

Erst mehr als ein Jahr später ging es weiter. Kiepke und Thiele hatten mit dem Journalisten Georg Servais einen dritten Mann ins Boot geholt, der künftig redaktionell mitarbeitete, vor allem aber die geschäftlichen Dinge abwickelte. Und so erschien ab Oktober 1951 die Warte wieder regelmäßig Monat für Monat wie vor dem Krieg, zunächst auf einfachem Illustrations-, ab Januar 1953 dann auch wieder auf „festtäglichem“ Kunstdruckpapier. Man habe „keine Mühe gescheut, dem altbewährten Ansehen der Warte entsprechend, ihr mit Beginn des 14. Jahrgangs eine Ausstattung zu geben, die den Wünschen, die man heute in einer guten Zeitschrift verwirklicht sehen möchte, entspricht.“ Künftig waren die Hefte auch mit einem Kunstdruckumschlag versehen: „So soll auch die Warte ein helleres, freudigeres Aussehen bekommen, als es der schwarz-weiß gehaltene Umschlag bisher zuließ. Er soll farbig betonter sein.“ Auch die gewohnte Beilage kam wieder, und zwar unter dem Titel „Lies mich mit“ als „ein Unterhaltungsblatt leichterer Art“ mit „Geschichten und Kurzweil“, wobei „auch unsere verehrten Leserinnen ... darin manches finden, was sich für den Alltag verwenden läßt.“ Die Schriftleitung versicherte: „Der übrige Textteil bleibt wie bisher dem Heimatlichen verpflichtet, wobei wir betonen möchten, daß die Illustrationen auf dem neuen Kunstdruckpapier eine wesentlich bessere Wirkung haben als auf dem bisher verwerteten Papier. Mit der neuen Ausstattung geht der textliche Inhalt wertmäßig in gleicher Linie.“xii

Der langjährige Schriftleiter Dr. Rudolf Kiepke (1903-1987) (Foto: Die Warte)

 

Das 16-seitige Einzelheft kostete 70 Pfennige, der vierteljährliche Bezug 2,10 DM zuzüglich 9 Pfennig Zustellgeld. Der Preis blieb über viele Jahre konstant, erst im Dezember 1963 rang man sich zu einer Erhöhung durch. Jetzt mussten die Abonnenten 3,00 DM im Quartal bezahlen. Das monatliche Erscheinen ermöglichte eine zeitnahe Form der Berichterstattung in Form ständiger Rubriken, etwa einer „Kurzen Chronik“ oder auch einer „Totentafel“. Regelmäßig wurde auf neu erschienene Bücher hingewiesen. Der Westfälische Heimatbund - Heimatgebiet Paderborner und Corveyer Land und der Eggegebirgsverein erhielten - als Quasi-Mitherausgeber - Raum für Mitteilungen. Gelegentlich erschienen sogar Leserbriefe. Die Beilage „Lies mich mit!“ wurde ab Sommer 1955 durch das altbekannte Beiblatt „Dä Schwoager kümmet“ abgelöst. - Die letzten Seiten der Warte waren mit Werbeanzeigen gefüllt. Die Umschlagzeichnungen standen wie schon in den Vorkriegsjahren unter einem bestimmten Leitsatz, etwa alte Landschafts- und Städtebilder aus dem 17. Jahrhundert oder dämonische Tiere als Bauplastiken. Die grafische Ausführung besorgte bis zu seinem Tod 1955 Heinrich Niedieck.

Hinsichtlich der redaktionellen Arbeit konnte Kiepke auf einen festen Stamm an Mitarbeitern zählen, die teils - wie Paul Michels, Wilhelm Tack, Josef Tönsmeyer, Heinrich Rüthing, Wilhelm Segin oder Bernhard Ortmann - bereits vor dem Krieg regelmäßig Beiträge geliefert hatten. Auch Ludwig Maasjost und Bernhard Reller meldeten sich gelegentlich wieder zu Wort; Paul Pagendarm und Theodor Uhlenhuth verstarben bereits Anfang der 1950er Jahre, konnten daher keine wesentlichen Akzente mehr setzen. Hinzu kam indes eine Reihe weiterer Autoren mit jeweils unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten, so Karl Auffenberg, Josef Wilhelmi, Walther Hillenkamp, Hans von Geisau, Theo Hamacher, Theo Hassels, Hermann Nolte, Heinrich Neuheuser, Karl Schoppe, Wilhelm Vaupel und Paul Graebner, um hier nur einige wichtige Zuträger zu nennen. Die Mehrzahl der Stammautoren war - soweit sich das feststellen lässt - deutlich älter als fünfzig. Auffällig hoch war die Zahl der Akademiker, insbesondere der Volksschul- und Gymnasiallehrer. Insgesamt war, wie schon in den ersten Jahren der Warte, das gesamte Bandbreite vom schreibenden Amateur bis hin zum forschenden Professional abgedeckt.

Die Aufgabengebiete sind seit den ersten Heften im Zeitschriftenkopf vermerkt: Volkstum, Geschichte, Natur, Kunst und Verkehr“, so erläuterte Schriftleiter Kiepke und schob gleichsam entschuldigend nach: „Natürlich konnte nicht jedes Heft gleich ausgewogen sein, und die einzelnen Gebiete unterschieden sich in ihrer jeweiligen Betonung. Eine Bemühung blieb aber unverkennbar.“xiii Neben hoch- und niederdeutschen Gedichten von Therese Pöhler, Ferdinand Wippermann oder auch von Rudolf Kiepke fand der Leser Erzählungen und Anekdoten. Servais lieferte unter dem Pseudonym „Hophei“ eine ständige Kolumne, in welcher Tagesgeschehen mit Nachdenklichem und Kuriosem munter gemischt wurden.

Den inhaltlichen Schwerpunkt bildete jedoch eindeutig die Heimatgeschichte. Vorgestellt wurden berühmte Persönlichkeiten aus der Region ebenso wie die Ergebnisse der Flurnamenforschung. Erinnert wurde an die durch die Hochstiftkreise führende optische Telegrafenlinie, an die Anfänge der Fliegerei in Paderborn und Bad Lippspringe oder an die alten Ausflugslokale und Kaffeehäuser, wie überhaupt das, was heute als Alltagsgeschichte bezeichnet wird, von der Heimatforschung viel eher entdeckt wurde als von der professionellen Geschichtswissenschaft. Der Blick in die Historie blendete allerdings die Ereignisse der jüngsten Vergangenheit fast vollständig aus. Zwar wurden die Ereignisse der letzten Kriegsmonate mehrmals thematisiert, eine Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus jedoch unterblieb. Stolz präsentierte man demgegenüber die Ergebnisse des Wirtschaftswunders, wie etwa in dem nachfolgenden Jahresrückblick: „Das Jahr 1955 brachte der Stadt Paderborn weiteren Fortschritt im Wiederaufbau und Aufschwung im Wirtschaftsleben. Libori, Herbstlibori und die vorweihnachtliche Zeit waren dabei Höhepunkte, die durch besonders regen Fremdenverkehr sich auszeichneten. Viele auswärtige Besucher kamen von nah und fern wieder in die ‚Stadt des guten Einkaufs‘ und konnten sich als Käufer von den preiswürdigen Angeboten in den Geschäften überzeugen. Industrie, Handel und Handwerk geben Zeugnis von der Schaffenfreudigkeit eines soliden Wirtschaftsgefüges. Eine intensive und vielseitige Werbung konnte deshalb zu hervorragenden Erfolgen führen, weil hinter ihr die gute Leistung aller am Wirtschaftsleben der Stadt Beteiligten stand.“xiv

Die wissenschaftlich-technischen Errungenschaften wurden mit Argwohn und Skepsis betrachtet: „Förderten nicht die Radarstrahlen, Atomkernspaltungen und ultrakurze Wellen das Wachstum unserer seelischen Leere? Friert nicht oft der Mensch an seiner Seele, auch wenn alle die wärmespendenden Errungenschaften der Technik sie bestrahlen.“xv Und auch mit Kritik an der Jugendkultur wurde anlässlich eines Berichtes über das Paderborner Libori-Fest nicht hinterm Berg gehalten: „Wo früher ein Pferdchenkarussell zur langsamen Walzermusik helle Begeisterung auslöste, muß heute zumindest eine rasende ‚Raketenfahrt zum Mond‘ mit schrillen Boogie-Woogie-Klängen locken. Die Zeiten haben sich gewandelt, und gegen den Strom zu schwimmen, wäre für die Schausteller Untergang. Deshalb halten sie Schritt mit der Technik. Geschwindigkeit ist Trumpf, und auch das Kirmesvergnügen muß die Nerven kitzeln. Schade!“xvi Besetzt wurden insgesamt eher die traditionellen Themen. So wurde die landwirtschaftliche Nutzung des Klosters Dalheim 1960 als „Kulturschande“ bezeichnet. Man forderte: „Dalheim muß Museumsdorf werden“.xvii An anderer Stelle wurde über „Möglichkeiten zur Erhaltung unserer Bürger- und Bauerntracht“xviii sinniert. Mit dem Umweltschutz drängte sich Ende der 1960er Jahre ein neues Thema auf. Ferdinand Großmann, Hauptnaturschutzwart des EGV, notierte: „Wir stehen heute vor der Tatsache, daß wir nicht mehr vor dem Problem der Bändigung der Natur stehen, sondern vor dem Problem der Bändigung des Menschen und seiner Werke.“ Nach dem Hinweis auf die zunehmende Luft- und Wasserverschmutzung fuhr er fort: „Wissenschaftler sind überzeugt, daß gerade das Aufschieben oder nur zögernde Angehen der Umweltprobleme die größte Gefahr birgt, denn zum erstenmal sieht sich die Menschheit einer Entwicklung konfrontiert, die schon in wenigen Jahrzehnten - wenn sie nicht noch rechtzeitig und weit vorausschauend bewältigt wird, den Zeitpunkt der Umkehrbarkeit überschritten haben könnte."xix Dass das gesellschaftliche und politische Klima sich in den 1960er Jahren gewandelt hatte, war auch August Thiele und Rudolf Kiepke nicht entgangen. In einem Beitrag zum 25. Geburtstag ihrer Zeitschrift schrieben sie: „Heute sieht sich die Warte einer anderen Lebensanschauung gegenüber als vor dem Kriege und sie bemüht sich, dieser Tatsache Rechnung zu tragen. Sie muß ihre Aufgabe erfüllen, indem sie den traditionell gültigen Kräften der Heimatbewegung den gebührenden Platz in ihren Heften einräumt, ohne dabei dem Neuen, soweit es von der heute fast internationalen Gleichförmigkeit abweicht, den Zugang zu verweigern.“xx

Nach dem Tode des langjährigen Verlegers August Thiele im November 1966 übernahm Rudolf Kiepke gemeinsam mit Georg „Tom“ Servais den Verlag der Zeitschrift. Ab Februar 1967 tauchen beide gleichberechtigt im Impressum auf. Kiepke oblag wie bisher die Schriftleitung, Servais zeichnete für die „Nachrichten aus dem Hochstift“ verantwortlich. Damit einher ging eine vorsichtige Modernisierung der Aufmachung. Anfang der 1970er Jahre geriet die Warte dann zunehmend in wirtschaftliche Kalamitäten. Mit dem Mai-Heft 1972 wurde eine Reduzierung des Umfangs angekündigt, begründet mit gestiegenen Kosten im Druckgewerbe: „Seit Jahren hat ‚Die Warte‘ ihren Bezugspreis gehalten, er wurde nicht erhöht. Aus verschiedenen Gründen haben wir uns entschlossen, ihn auch jetzt nicht zu erhöhen. Dafür müssen wir eine vorübergehende Änderung hinnehmen. Der Umfang des Einzelheftes mußte leider verringert werden.“ Auch das Beiblatt wurde eingestellt. Im folgenden Jahr sollte die Warte dann aber „wieder wie bisher erscheinen“.xxi Wie ein Abgesang klingt Kiepkes Analyse im Dezember 1972: „Heute hat sich das Schwergewicht dieser Aufgabe [der Warte] verlagert. Die Arbeit muß auf einer breiteren, neueren Basis geschehen. Der Aufgaben sind viele. Moderne Anforderungen wollen bewältigt werden.“ Trotzig fügte er hinzu: „Auf vierzigjähriger Erfahrung fußend, bekannt und beliebt im weiten Land, gelesen im deutschen Raum und im Ausland, wird Die Warte sich dieser neuen Situation nicht verschließen.“xxii

Gleichwohl war die Dezember-Ausgabe des 33. Jahrganges 1972 die letzte, die in der Verantwortung Kiepkes erschien. Der Leserschaft wurde unterrichtet, dass die Warte künftig nicht mehr monatlich, sondern „in zwangloser Folge erscheint“.xxiii Die Zeitschrift hatte sich gewissermaßen überlebt: Der Autorenstamm war mit seiner Zeitschrift gealtert, die Verpackung entsprach nicht mehr dem Zeitgeist. Erst nach mehrmonatiger Pause wurde im Oktober 1973 die Null-Nummer einer völlig neugestalteten Warte präsentiert - dazu mehr in der nächsten Ausgabe. Mit der komplett „runderneuerten“ Heimatzeitschrift hatten Kiepke und Servais dann aber nichts mehr zu tun. Kiepke starb am 9. Dezember 1987 im Alter von 84 Jahren in Paderborn. Georg Servais verschied Anfang Oktober 1990 dreiundachtzigjährig.xxiv

 

Moderne Aufmachung: Der Neustart (1973 bis heute)

Bereits Anfang 1971 hatte der Heimatgebietsleiter des Westfälischen Heimatbundes für das Paderborner und Corveyer Land, Josef Schmitz, den langjährigen Herausgeber und verantwortlichen Redakteur Rudolf Kiepke zu einem Treffen eingeladen. „Zahlreiche Heimatfreunde“, so Schmitz, „möchten die ‚Warte’ aktualisieren, modernisieren, zumal die Anforderungen an eine Heimatzeitschrift ständig steigen.“xxv Die Zahl der Abonnenten war inzwischen auf etwa 650 abgesunken, so dass das Zeitschriftenunternehmen zunehmend in die ökonomische Problemzone geraten war. Hinter den Kulissen bemühte sich Heimatgebietsleiter Schmitz – im Hauptberuf Professor für Physik und Didaktik der Physik an der Universität Paderborn – intensiv um die Abwendung des drohenden Endes, wobei er von dem Paderborner Kreisheimatpfleger Wilhelm Segin und vom Paderborner Oberkreisdirektor Werner Henke maßgeblich unterstützt wurde. Für den 20. Oktober 1972 lud Schmitz zu einer Zusammenkunft in die Raststätte „Eggeblick“ an der B 1 bei Buke ein. Die Besprechung hatte zum Ziel, die alteingeführte „Heimatzeitschrift zu erhalten und sie in Form und Inhalt so zu gestalten, dass sie den modernen Anforderungen gerecht wird. Dazu“, so hieß es in dem Einladungsschreiben weiter, „muss ein neuer Träger gefunden werden, der in der Lage ist, auf einer breiteren Basis zu arbeiten.“xxvi Für den 27. November 1972 wurde, ebenfalls im „Eggeblick“, eine weitere Versammlung anberaumt, auf der die „Maßnahmen zur Erhaltung der Heimatzeitschrift des Hochstiftes Paderborn“ konkretisiert wurden. Neben Schmitz und Segin nahmen Vertreter der Stadt Paderborn und der Hochstift-Kreise an dem Treffen teil. An diesem Tag wurde auch das neu zu bildende Redaktionskomitee bestimmt, das dann wenig später zusammentrat.

Moderne Zeiten: Warte-Ausgabe vom April 1974 (Foto: Die Warte)

 

Dieses erste Redaktionsteam setzte sich – bewusst – überwiegend aus gestandenen „Zeitungsmachern“xxvii zusammen, und zwar aus Berthold Zünkler vom Westfälischen Volksblatt, Theo Schroedter von der Neuen Westfälischen und Wolfgang Mietusch, dem Pressesprecher der Stadt Paderborn. Der gebürtige Ostpreuße Mietusch (1925-2003) war lange Jahre als Journalist tätig gewesen, bevor er 1969 als Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zur Stadt Paderborn wechselte. Einzig der vierte im Bunde hatte sich noch keine journalistischen Sporen verdient: Fritz-Wilhelm Held stand für das künstlerische Element. Bevor er seinen Dienst bei der Kreisverwaltung Paderborn angetreten hatte, war er als freier Grafiker tätig gewesen. Gemeinsam entwickelte das „vorbereitende Redaktionsteam“ eine neue Konzeption. „Der Inhalt einer solchen Zeitschrift sollte sich“, so hieß es in einer „Arbeitsanalyse“, „sowohl an der aktuellen dynamischen Gesamtsituation unseres Raumes mit Hinblick auf die zukünftige Entwicklung wie auch an dem gemeinsamen geschichtlichen Ablauf in den Kreisen Büren, Höxter, Paderborn und Warburg orientieren.“xxviii

Nach intensiven Vorarbeiten konnte dann am 28. Februar 1973 in der Paderborner Gaststätte „Bürgerverein“ die Bildung des Trägervereins für die Warte vollzogen werden. In der Satzung heißt es: „Der Verein beschäftigt sich mit Heimatkunde und Heimatpflege. Er will Überliefertes und Neues sinnvoll vereinen, pflegen und weiterentwickeln, damit Kenntnis der südostwestfälischen Heimat, Verbundenheit mit ihr und Verantwortung für sie in der gesamten Bevölkerung auf allen dafür in Betracht kommenden Gebieten geweckt, erhalten und gefördert werden ... Der Verein berichtet zu diesem Zwecke über Geschichte, Landschaft, Wirtschaft und Kultur aus Südostwestfalen, dem Bereich des Hochstifts, dem Gebiet der Kreise Paderborn und Höxter, um die Bürger dieses Raumes an ihre Heimat stärker zu binden und um diesen Raum nach außen so darzustellen, daß er Beachtung findet. Es gibt hierzu heraus ‚die Warte. Heimatzeitschrift für die Kreise Paderborn und Höxter’.“xxix

An die Spitze des Trägervereins trat Josef Schmitz, Stellvertreter wurde zunächst Wilhelm Segin, dann von 1974 bis 1979 Gerhard Henkel. Vorsitzender des Vereins „Die Warte“ ist kraft Amtes der jeweilige Heimatgebietsleiter für das Paderborner und Corveyer Land. Schmitz trat 1989 nach 23-jähriger Tätigkeit von seinem Amt zurück. Zu seinem Nachfolger wurde Eckart Hachmann aus Nordborchen bestellt, dem wiederum 1999 der Archivar des Kreises Höxter, Horst-Dieter Krus, folgte. Erster und zweiter Stellvertreter sind – nach dem Beitritt des Kreises Höxter 1978 hieß der Verein „Die Warte e.V. Paderborn-Höxter“ – alterierend die jeweiligen Kreisheimatpfleger (in Jahren mit gerader Jahreszahl der Kreisheimatpfleger aus dem Kreis Paderborn, in Jahren mit ungerader Jahreszahl der aus dem Kreis Höxter). Und zwar von 1979 bis 1995 Hans Kohlenberg, seit 1995 Michael Pavlicic für den Kreis Paderborn, sowie Josef Leifeld (von 1979 bis 1989), Konrad Waldeyer (von 1989 bis 1999) und Martin Koch (seit 1999) für den Kreis Höxter. Dem erweiterten Vorstand gehören die Landräte der Kreise Paderborn und Höxter an sowie der Vorsitzende des Arbeitskreises der Heimatpfleger des Kreises Paderborn und der Vorsitzende des Heimatpflegeausschusses des Kreises Höxter. In den erweiterten Vorstand werden aus beiden Kreisen je drei sachkundige Bürger berufen. Die gezielte Einbindung von Gebietskörperschaften und Institutionen gehört mithin zur besonderen Konstruktion des Vereins.

Die wirtschaftliche und verwaltungsmäßige Leitung der Zeitschrift wird von einem Geschäftsführer wahrgenommen. Inzwischen hat sich die Geschäftsführung bei der Kreisverwaltung Paderborn fest etabliert. Der Kulturamtsleiter nimmt „gewohnheitsrechtlich“ zugleich die Funktion des Warte-Geschäftsführers wahr (von 1974 bis 1981 Helmut Tuchen, von 1981 bis 1986 Claus Wassel, von 1987 bis 2001 Alfons Wester, von 2001 bis 2012 Lorenz Salmen, seit 2012 Heinz-Josef Struckmeier). Die Redaktion – die mindestens aus vier Personen bestehen muss – wird vom Vorstand berufen, sie arbeitet ehrenamtlich und eigenverantwortlich. Alles in allem wurde mit der Gründung des Vereins – seit dem 30. April 1973 ist die „Warte e.V.“ ins Vereinsregister eingetragen – eine neue und, wie sich bald zeigen sollte, auch tragfähige Grundlage für das Weitererscheinen der Zeitschrift geschaffen. Im Sommer 1973 wurde dann auch die letzte Hürde übersprungen: Servais und Kiepke verkauften am 15. August den Zeitschriftentitel für 3000 DM mit sämtlichen Rechten an den neuen Träger.

In Aufmachung und Format unterschied sich die im Oktober 1973 erschienene Nullnummer der neuen Warte erheblich von ihrer Vorgängerin. Allein das neue größere Format (31 x 24,5 cm) stach ins Auge. Heimatgebietsleiter Schmitz bedankte sich in einer Vorrede zunächst einmal artig bei Rudolf Kiepke und Georg Servais für „ihre verdienstvolle Arbeit“ und erklärte der Leserschaft anschließend die konzeptionelle Umgestaltung: „Jetzt, nach fast einjähriger Pause, erscheint ‚Die Warte’ wieder, moderner in der Aufmachung, in einem größeren Format. Herausgeber ist der Verein ‚Warte e.V.’.“ Da der Name „für viele Leser nicht mehr als selbstverständlich gelten kann“, ließ Schmitz eine Erläuterung folgen. Demnach wurde die Warte als turmartiger Beobachtungsstand und als Spähplatz beschrieben. „Die Zeitschrift, die vorerst vierteljährlich erscheinen wird, versteht sich als Mittler für Kultur, Landschaft und Wirtschaft des Paderborner und Corveyer Landes, sie soll unseren heimischen Raum darstellen, seine gegenwärtige Situation, seine zukünftige Entwicklung und die gesamte Geschichte der Kreise Büren, Höxter, Paderborn und Warburg.“xxx

Der langjährige Chefredakteur Wolfgang Mietusch (1925-2003) (Foto: Die Warte)

 

Die Nullnummer traf offenbar das Publikumsinteresse, jedenfalls wurden die Neuerungen in veröffentlichten Leserbriefen wie auch in der lokalen Presse wohlwollend zur Kenntnis genommen. Vor allem das neue „Gewand“xxxi fand Zustimmung. Aber nicht nur das. So hieß es beispielsweise in der Westfalen-Zeitung: „Die alten Warte-Leser werden dieses erste Heft mit großer Neugier zur Hand nehmen. Neue Leser werden das größere Format wie selbstverständlich ansehen und feststellen, daß hier versucht wird, einen Lebensraum unter großzügigem Aspekt darzustellen und überregional attraktiv zu machen. Die alten Warte-Leser werden sofort angesprochen mit dem eindrucksvollen Titelbild … Wer dann aber zum Inhalt vorstößt, wird schnell inne, daß hier ein neuer Geist waltet: kein ‚Historismus’ mit Heimattümelei, sondern eine auf aktive Gegenwart gerichtete Perspektive“.xxxii

Die erste reguläre Ausgabe erschien dann im Januar 1974. – Die Anzahl der Ausgaben war von vornherein auf vier Hefte im Jahr beschränkt, wobei sich seit 1977 der auch heute noch übliche, an den Jahreszeiten orientierte Erscheinungsrhythmus eingespielt hat. Der Heftumfang betrug zunächst 32 Seiten, stieg zwischenzeitlich auf 44 Seiten, hat sich abgesehen von zwei umfangreichen Jubiläumsausgaben inzwischen auf 40 Textseiten eingependelt. Der Preis musste natürlich im Lauf der Jahre verschiedentlich moderat angepasst werden. „Das war“, so der langjährige Chefredakteur Mietusch, „nur möglich durch eine äußerst sparsame Haushaltsführung, für die Geschäftsführung und Redaktionsleitung diszipliniert Sorge getragen haben.“xxxiii 1974 kostete ein Abonnement 10 DM einschließlich Porto, das Einzelheft konnte für 2,50 DM erworben werden. Erstmals wurde im Frühjahr 1981 der Bezugspreis erhöht. Heute kostet ein Einzelheft 3,50 EURO, der Jahresbezug 14 EURO. Die Titelbilder waren von Beginn an das Aushängeschild der neugestalteten Warte. Sie waren zunächst durchweg schwarzweiß. Die Dezemberausgabe 1978 trug erstmals ein farbiges Titelbild, was sich in der Folge zunehmend durchsetzte. Seit 1985 wird der Umschlag ausschließlich in Farbe hergestellt. Ab Weihnachten 1990 wurde auch das Heftinnere bunt, zunächst nur gelegentlich, inzwischen regelmäßig. Gedruckt wurde die neue Warte wiederum bei der Bonifatius GmbH, seit dem Umzug von Druckerei und Geschäftsleitung 1989 bzw. 1991 aus der Kernstadt Paderborn an die Karl-Schurz-Straße im Gewerbegebiet Benhauser Feld beheimatet.xxxiv

Die Auflage entwickelte sich in den ersten Jahren nicht zufriedenstellend. Von den etwa 650 Abonnenten der „alten“ Warte konnten lediglich rund 200 für den Bezug der „neuen“ gewonnen werden. Anfang 1975 hatte man knapp 340 Abonnenten, etwa 150 Exemplare gingen in den Buch- und Zeitschriftenhandel, 100 bis 250 Hefte wurden im Einzelverkauf abgesetzt. Auf der Jahresmitgliederversammlung der Warte im Februar machte man sich große Sorgen um die künftige Finanzierung. „Trotz aller redaktioneller Anstrengungen kränkelt sie [d.h. die Warte] durch den geringen Kreis von Abonnenten“,xxxv hieß es in einem Arbeitspapier. Durch gezielte Werbeaktionen stieg die Zahl der Abonnenten in der Folgezeit jedoch kontinuierlich an, und das trotz der Konkurrenz etwa durch das seit 1980 erscheinende „Jahrbuch des Kreises Höxter“.xxxvi Ende der 1980er Jahre betrug die Druckauflage der Warte bereits 3000. 1989 wurde diese Konsolidierung mit einer kleinen Ausstellung gefeiert, womit man gleich mehrere Ziele verfolgte: „Zunächst soll sie die Öffentlichkeit mit der geleisteten Arbeit vertraut und die Aufwärtsentwicklung sichtbar machen, sodann will sie werben für weitere Mitglieder und Mitarbeiter.“xxxvii Die Zahl der Bezieher ist heute – zugegebenermaßen – rückläufig, was in erster Linie in der Altersstruktur der Leserschaft begründet liegt.

Es liegt auf der Hand,“ so der langjährige Chefredakteur Wolfgang Mietusch, „daß eine Zeitschrift immer nur so gut sein kann, wie die Zusammensetzung der Redaktion es zuläßt. In diesem Fall konnte es als Glücksumstand betrachtet werden, daß sowohl Experten aus den verschiedensten Wissensgebieten wie auch heimatverbundene Journalisten für das Redaktionsteam gewonnen werden konnten. Sie alle arbeiten voll ehrenamtlich, haben immer wieder neue Autoren mit den unterschiedlichsten Aussagen heranziehen können und sich stets bemüht, der Zeitschrift vom Inhalt bis zum Layout ein erfreuliches Niveau zu sichern.“xxxviii Der Redaktion gehörten bzw. gehören an: Fritz-Wilhelm Held (1973-1974), Wolfgang Mietusch (1973-1991), Theodor Schroedter (1973-1985), Berthold Zünkler (1973-1974), Josef Neuroth (1974-1976), Käthe Sander-Wietfeld (1975-1992), Dieter Schneeberg (1976-1980), Ursula Wichert-Pollmann (seit 1977), Erhard Desel (1978-1989), Hubert Woltiri (1978-1990), Bernhard Junker (1978-1987), Werner Altmeier (1978-1985), Günther Brombach (1982-1986), Rolf-Dietrich Müller (1986-2003), Christine Longère (1986-1996), Elfried Naumann (seit 1989), Michael Pavlicic (1989-1995), Gabriele Tanova (1990-1995), Norbert Börste (seit 1991), Horst-Dieter Krus (1992-1999), Klaus Zacharias (seit 1994), Marlis Eggers (1996-2001), Walter Strümper (seit 1998), Beate Johlen-Budnik (2001-2002), Wilhelm Grabe (seit 2002), Markus Moors (2002-2013), Hans Seefeld (2002-2004), Dirk Brassel (2005-2014), Michael Koch (seit 2005), Hermann-Josef Sander (seit 2005), Carla Drews (seit 2014), Dr. Bettina Eller-Studzinsky (seit 2014). Insgesamt hat sich das Profil der Redaktion verschoben weg von der Dominanz der „gestandenen“ Journalisten der Anfangsjahre hin zu einem Übergewicht der professionell ausgebildeteten Historiker. Diese Akzentverschiebung wird auch an leitenden Redakteuren sichtbar. Auf den Pressemann Wolfgang Mietusch folgte 1990 der Stadtarchivar von Paderborn, Rolf-Dietrich Müller, der wiederum 2003 von Wilhelm Grabe, Kreisarchivar in Paderborn, abgelöst wurde. Nicht nur in der personellen Zusammensetzung der Redaktion herrschte über lange Jahre Kontinuität. Den Literaturteil verantwortet nunmehr seit 1976 Hermann Multhaupt. Schon mit der zweiten Ausgabe 1974 übernahm Dieter Nolden, der bereits J. Jochheim bei der „alten“ Warte unterstützt hatte, das Layout von Fritz-Wilhelm Held; seit 1996 wird die Gestaltung der Hefte in der Zuständigkeit von Gerd Kleeberg von der Bonifatius GmbH vorgenommen, die in der Person von Karl Wegener auch für die Anzeigenleitung verantwortlich zeichnet.

Was aber wäre die Schar der Warte-Mitstreiter in Vorstand, Geschäftsführung, Radaktion und Technik ohne die zahlreichen Autorinnen und Autoren. Über die Jahre konnte wiederum ein fester Stamm an Mitarbeitern und Zuträgern aufgebaut werden, etwa Josef Hagemann, Günter Deppe, Wilhelm Kuhne, Henner Schmude, Karl Auffenberg, Paul Gülle, Hans Walter Wichert, nicht zu vergessen Annette Fischer. Die Reihe ließe sich fortsetzen. Dabei wurde das, was die „alte“ Warte positiv belebte, auch jetzt fortgeführt: Die Zeitschrift bietet Raum für schreibende Amateure ebenso wie für Professionals. Immer wieder haben renommierte Fachwissenschaftler für die Warte zur Feder gegriffen, wie etwa die Archäologen Klaus Günther oder Wilhelm Winkelmann, die Historiker Heinrich Schoppmeyer oder Hans-Joachim Behr, oder die Germanisten Walter Gödden oder Dieter Sudhoff, um nur einige wenige zu nennen. Immer wieder hat die Warte aber auch jungen unbekannten Schreibern Raum geboten, so wie beispielsweise Sönke Simonsen, der über den „Fund seines Lebens“, den Plesiosaurier „Toni“ berichtete. Der Literaturteil hat neben „arrivierten“ Autoren wie Albin Schmiemann oder Margarete Schrader immer auch viele neue Gesichter wie Rosa Marusenko vorgestellt. Im Gegensatz zu den Anfangsjahren hat die Redaktion heute eher die Qual der (Aus-)Wahl. Der frühere Chefredakteur Rolf-Dietrich Müller: „Die Anzahl der eingehenden Manuskripte weist seit Jahren eine leicht steigende Tendenz auf, und so kommt es immer wieder zu gewissen Engpässen bei der ‚Abarbeitung’ der eingegangenen Beiträge. Denn neben der Reihenfolge des Eingangs sind natürlich auch andere Kriterien, wie etwa thematische Vielfalt, landschaftliche Ausgewogenheit, jahreszeitliche Bezüge, Jubiläumstermine, Jahrestage und anderes mehr zu berücksichtigen.“xxxix

Schon früh wurde der Ruf nach einer inhaltlichen Erschließung der Zeitschrift laut, die einen gezielten Zugriff auf Inhalte und Zusammenhänge ermöglicht. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der neuen Warte legte Georg Masuch Ende 1983 ein Verzeichnis der in diesem Zeitraum erschienenen Artikel vor. Weitaus ambitionierter war das zweite Projekt, das im Rahmen einer AB-Maßnahme umgesetzt wurde: Die von Detlef Grothmann erstellte Bibliografie erschließt sämtliche Beiträge von 1933 bis 1999. Seit 2000 werden die jährlichen Inhaltsverzeichnisse von Andreas Gaidt, einem Mitarbeiter des Stadtarchivs Paderborn, erarbeitet.xl

Ein kurzes Fazit: Die „neue“ Warte erscheint nunmehr seit über vierzig Jahren. Das Grundkonzept ist im wesentlichen unverändert geblieben und hat sich bewährt. Die Auflage hat sich bei etwa 2000 Exemplaren eingependelt. Das spricht für eine hohe Akzeptanz der Zeitschrift, die mit Beiträgen zur Geschichte, Landschaft, Wirtschaft und Kultur der Kreise Paderborn und Höxter ganz offenbar viele Leserinnen und Leser anspricht. Eine erfolgreiche Konzeption muss man nicht grundlos ändern. Die Warte wird sich daher auch weiterhin an der Nahtstelle zwischen Heimatforschung und Fachwissenschaft positionieren und einer breiten Leserschaft Wissenswertes aus Vergangenheit und Gegenwart des Paderborner und Corveyer Landes präsentieren.

 

Anmerkungen

i Zur Geschichte der Warte vgl. Wilhelm Grabe, „In schwerer Zeit einen Wartturm bauen …“ Zum 75. Geburtstag der „Warte“ (1-3), in: Die Warte Nr. 138/2008, S. 2-5, Nr. 139/2008, S. 8-10, Nr. 140/2008, S. 14-18; ferner: Rolf-Dietrich Müller, Sechs Jahrzehnte Blick ins Land, in: Die Warte Nr. 75/1992, S. 6-8; A. Thiele / Rudolf Kiepke, 25 Jahre Die Warte, in: Die Warte 18 (1957), S. 176-177; Rudolf Kiepke, Warum „Die Warte“?, in: Die Warte 33 (1972), S. 133; (Rudolf Kiepke), In eigener Sache, in: Heimatbrief für die Kreise Paderborn und Höxter Nr. 10 /1981.

ii Kiepke, Die Warte, in: Die Warte 3 (1935), S. 46.

iii [Rudolf Kiepke], Wohin geht der Weg?, in: Die Warte 1(1933), S. 1.

iv Rudolf Kiepke, Grundsätzliches über „Die Warte“, in: Die Warte 1 (1933), S.142-143.

v A. Thiele / Rudolf Kiepke, Zur Jahreswende!, in: Die Warte 1 (1933), S. 216.

vi Kiepke, Die Warte, in: Die Warte 3 (1935), S. 46. Vgl. ohne Verf., Jahresrückblick, in: ebd. 5 (1937), S. 214.

vii W. Jordan, Der „römische Adler“ von Haaren. Eine Judenaffäre aus der Haarener Ortschronik, in: Die Warte 6 (1938), S. 198-200.

viii K[iepke], Was bedeuten die Umschlagbilder auf den heften der Warte im Jahre 1937?, in: Die Warte 5 (1937), S. 39.

ix Kiepke, An alle Bezieher und Leser der Warte!, in: Dä Schwoager kümmet. Beiblatt zur Warte 5 (1939), Nr. 9.

x Ohne Verf., Hinweis, in: Die Warte 10 (1942), S. 44.

xi Ohne Verf. [d.i. Rudolf Kiepke], Zum Wiedererscheinen der Warte, in: Die Warte 11 (1950), S. 1. Vgl. insgesamt: Rolf-Dietrich Müller, Sechs Jahrzehnte Blick ins Land, in: Die Warte Nr. 75/1992, S. 6-8.

xii Ohne Verf. [d.i. Rudolf Kiepke], An unsere Leser, in: Die Warte 14 (1953), S. 1.

xiii Rudolf Kiepke, Warum „Die Warte“?, in: Die Warte Nr. 33 (1972), S. 133.

xiv Ohne Verf., 1955 ... ein wirtschaftlicher Erfolg!, in: Die Warte 16 (1955), S. 177.

xv Rudolf Kiepke, Weihnachten - Frohbotschaft, in: Die Warte 15 (1954), S. 192.

xvi Ohne Verf., Heimatgeschehen - besinnlich gesehen, in: Die Warte 15 (1956), S. 56.

xvii Ohne Verf., Dalheim muß Museumsdorf werden, in: Die Warte 21 (1960), S. 7.

xviii Agnes Brirup, Für unsere Frauen und Mädchen. Möglichkeiten zur Erhaltung unserer Bürger- und Bauerntracht, in: Die Warte 19 (1958), S. 185.

xix Ferdinand Großmann, Umweltschutz, in: Die Warte 32 (1971), S. 85-86.

xx A. Thiele / Rudolf Kiepke, 25 Jahre Die Warte, in: Die Warte 18 (1957), S. 176-177, Zitat S. 177.

xxi Die Warte, An unsere Leser!, in: Die Warte 33 (1972), S. 65.

xxii Rudolf Kiepke, Warum „Die Warte“?, in: Die Warte 33 (1972), S. 133.

xxiii Ohne Verf., An unsere Bezieher, Leser und Freunde!, in: Die Warte 33 (1972), S. 160.

xxiv Georg Servais, Dr. Rudolf Kiepke starb im Alter von 84 Jahren, in: Die Warte Nr. 57/1988, S. 15; Wolfgang Mietusch, Tom Servais verstorben, in: Die Warte Nr. 68/1990, S. 7.

xxv J. Schmitz an R. Kiepke v. 10. 1. 1971. Kreisarchiv Paderborn (KAP), Dep. Die Warte e.V. Insgesamt: Rolf-Dietrich Müller, Sechs Jahrzehnte Blick ins Land. Zur Geschichte der Warte, in: Die Warte Nr. 75/1992, S. 6-8; Josef Schmitz, Ein lauterer Spiegel unserer Heimat. Zum 10jährigen Bestehen der neuen „Warte“, in: Die Warte Nr. 39/1983, S. 3-4; Wolfgang Mietusch, Forum für eine gesundes Heimatbewußtsein, in: Die Warte Nr. 61/1989, S. 5-6; Rolf-Dietrich Müller, 23 kg Geschichte, Landschaft, Wirtschaft und Kultur. Ein Vierteljahrhundert „neue“ warte, in: Die Warte Nr. 100/1998, S. 2-3; Wolfgang Mietusch, Neues Forum alter Heimat, in: Die Warte Nr. 100/1998, S. 49.

xxvi Einladung v. 9. 10. 1972. KAP, Dep. Die Warte e.V.

xxvii Vermerk von F.-W. Held v. 31. 8. 1972. KAP, Dep. Die Warte e.V.

xxviii Arbeitsanalyse des vorbereitenden Redaktionsteams. KAP, Dep. Die Warte e.V.

xxix Satzung „Die Warte e.V. Paderborn-Höxter“ in der am 13. 6. 2000 beschlossenen Fassung.

xxx Die Warte Nr. 0/1973, S. 4.

xxxi S.R., Leserbrief, in: Die Warte Nr. 7/1975, S. 2. Vgl. Die Warte Nr. 1/1974, S. 4; Nr. 2/1974, S. 4.

xxxii Ohne Verf., Die neue „Warte“ mit größerer Perspektive, in: Westfalen-Zeitung v. 29. 9. 1973.

xxxiii Wolfgang Mietusch, Forum für ein gesundes Heimatbewußtsien, in: Die Warte Nr. 61/1989, S. 6.

xxxiv Hermann Multhaupt, Planerische Weitsicht und klares Konzept. Die Bonifatius GmbH, Druck – Buch – Verlag, Paderborn, blickt auf eine 125jährige Firmengeschichte zurück, in: Die Warte Nr. 84/1994, S. 5-6.

xxxv Das Kulturamt des Kreises Paderborn und seine Arbeit. Arbeitsgrundsätze und Arbeitspläne v. 27. 5. 1975.

xxxvi Werner Altmeier, Das neue Jahrbuch des Kreises Höxter, in: Die Warte Nr. 26/1980, S. 37.

xxxvii Wolfgang Mietusch, Forum für ein gesundes Heimatbewußtsein, in: Die Warte Nr. 61/1989, S. 5.

xxxviii Ebd.

xxxix Rolf-Dietrich Müller, In eigener Sache, in: Die Warte Nr. 117/2003, S. 5.

xl Gesamtverzeichnis 1973-1983 zu Die Warte. Heimatzeitschrift für die kreise Paderborn und Höxter, erstellt von Georg Masuch, Paderborn 1983; Detlef Grothmann (Bearb.), Die Warte. Heimatzeitschrift für die Kreise Paderborn und Höxter. Gesamtverzeichnis Jahrgänge 1 (1933) – 60 (1999), Köln 2000. Vgl. Detlef Grothmann, Warten auf das warte-Verzeichnis. Systematische Bibliographie in Vorbereitung, in: Die Warte Nr. 103/1999, S. 18.

 

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